Auf vier Kontinenten, über 35.000 Kilometern, durch 18 Länder und einige Inseln entdeckte Angela ihren angeborenen Mut, ihre Stärke und ihre Überzeugung. Sie durchquerte allein einsame Wüsten, schneebedeckte Berge und pulsierende antike Städte. Mit zwölf Paar Schuhen und unzähligen Tassen Nudeln legte sie fast den Erdumfang zu Fuß zurück.
Als unerfahrene Abenteurerin meisterte Angela die unglaublichen Herausforderungen des Überlebens im australischen Outback, erkrankte an Denguefieber in Vietnam, wurde in der Mongolei angegriffen und musste sich den schieren Schwierigkeiten stellen, als alleinreisende Frau in einem Zelt zu übernachten, wo immer sie einen Schlafplatz fand. Angelas Ziel war nie das Tempo ihrer Reise, sondern die Herausforderungen, denen sie sich stellen würde, und die Welt auf einer tieferen, seelischen Ebene kennenzulernen und zu verstehen. „Ich wollte die Welt wirklich fühlen und erleben, nicht nur Beobachterin sein“, sagt Angela.
Deshalb versuchte sie überall, wo sie hinkam und wem sie begegnete, anderen zu helfen und lokale Organisationen zu unterstützen, die sich für die Stärkung von Frauen einsetzen. Sie sparte ihr eigenes Geld und lebte von maximal fünf Dollar am Tag, während sie Spenden sammelte. „Ich wollte einen positiven Beitrag zum sozialen und ökologischen Wandel leisten“, sagt sie.
Sie tat sich mit der Her Future Coalition zusammen und sammelte über 20.000 Dollar, um auf deren Arbeit aufmerksam zu machen und Spenden für die Bildung, Unterbringung und Ernährung gefährdeter Mädchen zu sammeln.
Um diese Wanderung mit nur wenigen Dollar am Tag zu bewältigen, ernährte sie sich hauptsächlich von Haferflocken und Instantnudeln und zeltete überall dort, wo sie einen geeigneten Platz fand. Angela musste oft wochenlang auf eine warme Dusche verzichten, was für manche vielleicht eklig klingt, aber für sie ein wesentlicher Bestandteil ihres Abenteuers war.
Um eine so lange Wanderung unter extremen Bedingungen zu ermöglichen, teilte sie sie in Etappen ein. Sie wusste genau, wo sie starten und ankommen würde und durchquerte dabei jeweils ein bis zwei Länder. Ihr Weg war unbekannt, sodass die Landschaft, die Einsamkeit und die Fremden, denen sie begegnete, zu ihrer Landkarte wurden. Sie erkannte, dass Verirren die Strategie war, den Weg zu finden.
Ihre Weltwanderung ist eine Geschichte von Beharrlichkeit, der Überwindung von Ängsten und dem Mut, sich zu entscheiden. Als begabte und inspirierende Rednerin teilt Angela die vielen Geschichten, die sie auf ihrer Reise gesammelt hat, und inspiriert und ermutigt damit Frauen weltweit. Geschichten von Tragödie und Triumph, von Mut und Unglück, aber auch von Humor, Herz und Menschlichkeit.


